Jochen Hein ( geb. 1960 in Husum, DE ) lebt und arbeitet in Hamburg.

Die Wahl der Motive für seine Gemälde scheinen dem Betrachter sehr vertraut: Meer, Seen, Parks, Berge und Himmel. Bei der Darstellung dieser Sujets spielt Jochen Hein jedoch mit der Illusion, die sich aus der Divergenz der Nah- und Fernwirkung seiner Werke ergibt: Während sie aus der Distanz betrachtet detailliert und realistisch wirken, lösen sie sich beim Nähertreten in abstrakte Strukturen. Die Oberflächen seiner Gemälde erscheinen hierbei gleichermaßen verrätselt wie die dargestellten Oberflächen der Welt. Die durch die bekannt erscheinenden, tatsächlich aber erfundenen Motive und Orte ausgelösten Empfindungen, rufen subjektive Erinnerungen hervor. Jochen Heins Werke laden den Betrachter damit auf einen metaphysischen Spaziergang ein. Es sind vor allem die Erkenntnisse über die eigene Wahrnehmung, denen er auf dem Weg durch Jochen Heins Landschaften begegnet.

Zu den jüngsten Einzelausstellungen zählen Ausstellungen im Museum Bensheim ( 2019 ), im Kunstverein Münsterland ( 2018 ) sowie die Ausstellung "Über die Tiefe" im Museum Kunst der Westkünste auf Föhr ( 2016 ) und in der Städtischen Galerie Neunkirchen ( 2017 ), zu der eine gleichnamige Publikation im Boyens Verlag erschienen ist. Im Februar 2020 erschien im Hatje Cantz Verlag eine neue Monografie: „Jochen Hein – Reflexion“.